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Auf der 6. Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung in Gießen hatten wir Gelegenheit, eine Demonstration unserer Trainingsmethode und die Ergebnisse einer ersten Pilotstudie vorzustellen. Es folgt der Beitrag in Kurzform:

Visusstimulation mit sinusoidal moduliert oszillierenden Gittern: Eine neue computergestützte Methode zur Nachsorge von Amblyopie.

F. Muchamedjarow, U. Kämpf, W. Mascolus (Dresden)

Einleitung

Vorgestellt werden graphisch animierte Computerprogramme zur Visusstimulation durch sinusoidal modulierte Wellenmuster, die von Ophthalmologen, Informatikern und Psychologen im Rahmen eines interdisziplinären Projektes für den klinischen Einsatz gemeinsam erarbeitet wurden. Aufbauend auf Erkenntnissen über raumzeitlich oszillationssensitive Initialfilterungen in der Kaskade der binokularen Informationsverarbeitung soll damit ein Therapieerfolg erzielt werden bei Kindern im Falle von Amblyopie. Bisherige Behandlungsansätze zur Überwindung der Amblyopie durch Sehschulung setzen vor allem auf die Okklusion. Moderne Methoden zur Behandlung von Amblyopie, insbesondere in der Nachsorge, stützen sich darüber hinaus auf verschiedene Einwirkungsprinzipien zur Aktivierung der entsprechenden Kanäle oder Subsysteme des Sehsystemes, das nach dem Mehrkanalprinzip aufgebaut ist. Als relativ effektiv erwiesen sich die Lichtreizungsmethoden von Bangerter, Cüppers und anderen. Hierbei erfolgt die vorwiegende Einwirkung über den Helligkeitskanal. Später wurden die Raumfrequenzkanäle des visuellen Systems entdeckt, und es wurde vorgeschlagen, das amblyope Auge mit Hilfe von Frequenz-Kontrast-Objekten zu stimulieren.

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