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Studienstart vorerst verschoben

Nicolaus Widera am 17.12.2009

Es gibt für nichts eine Garantie. Das gilt erst recht, wenn man Klinische Studien durchführen möchte und dazu auf Forschungsgelder angewiesen ist. Eine Studiendurchführung ist bei den immensen Gesamtkosten in der Regel nicht ohne die Finanzierung durch einen Geldmittelgeber möglich.

In unserem Fall hatten wir nach einem aussichtsreichen Erstgutachten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Aufforderung erhalten, einen umfangreichen Studienvorschlag einzureichen für einen deutschlandweiten Einsatz des Sehtrainings bei mehr als 300 Patienten zuhause. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist einer der größten Studienfinanzierer in Deutschland und bezieht seine Gelder zum großen Teil von Bund und Ländern. Als objektives Gremium prüft sie das Design, den Bedarf und die Qualität von Studienvorhaben in ganz Deutschland. Letztendlich stehen jedoch auch der Deutschen Forschungsgemeinschaft nur begrenzte finanzielle Mitteln zur Verfügung.

Nach einer langen Phase des Wartens haben wir nun leider eine Absage für die Finanzierung erhalten. Die für das Frühjahr 2010 geplante Amblyopie-Studie muss bis auf weiteres verschoben werden. Wir versuchen nun, einen anderen Finanzier zu gewinnen und arbeiten weiter daran, dass Sehtraining auch regulär außerhalb von Studien anbieten zu können.


Studienantrag eingereicht

Sascha Seewald am 26.05.2009

Nach zwei Monaten intensiver Arbeit am Studiendesign, konnten wir gestern fristgerecht einen umfassenden Studienantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einreichen. Dies ist die Langfassung zu unserer positiv begutachteten Projektskizze, die wir im Oktober 2008 eingereicht hatten. Die DFG zählt zu den wichtigsten Förderern von zeit- und kostenintensiven Forschungsprojekten wie unserem. Daher werden höchste Ansprüche an die Planung und Darstellung einer Fördermaßnahme gestellt.

Unter Leitung der Augenklinik des Universitätsklinikums der TU Dresden und gemeinsam mit 10 Augenkliniken im gesamten Bundesgebiet sollen in den kommenden 3 Jahren mehr als 340 Amblyopie-Kinder behandelt werden. Ziel der Studie ist die weitere Untersuchung der Wirkmechanismen und die Verbesserung des Trainingseffekts.

Wir haben uns mit Experten getroffen, Konzepte erarbeitet und um Studienzentren geworben. In letzteren werden die regelmäßigen therapiebegleitenden Kontrolluntersuchungen der Patienten durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk lag auf den Themen Datenmanagement, um die Vergleichbarkeit der Untersuchungsergebnisse zu gewährleisten, und dem Studienmonitoring, zur fortlaufenden Überwachung der Qualitätsrichtlinien. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Beteiligten für die wertvolle Unterstützung bedanken!

Nun sind wir gespannt, wie die DFG unseren Antrag begutachten wird. Wir hoffen auf einen positiven Bescheid bis zum Jahresende.

Sobald es eine Rückmeldung gibt und wir nähere Information zum Studienstart und Anmeldemöglichkeiten haben, werden wir Sie sofort darüber informieren.


Sehtraining bei stagnierender Okklusion

Nicolaus Widera am 29.09.2008

Unter dem Titel Long-Term Application of Computer-Based Pleoptics in Home Therapy: Selected Results of a Prospective Multicenter Study (erschienen 2008 im Strabismus-Journal Vol. 16, No. 4, Pages 149-158) werden die Ergebnisse einer entsprechenden Studie im Hinblick auf eine Anwendung des Sehtrainings bei stagnierenden Okklusionspatienten besprochen. Mit diesem Sehtraining können Kinder mit einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie, eine Begleiterscheinung des Schielens/Strabismus) während der Okklusion am Computer das Sehen trainieren. Im Resultat machen die Studienergebnisse deutlich, dass ein Sehtraining in der Regel auch bei denjenigen Amblyopiepatienten einen signifikanten Effekt erwarten lässt, deren Behandlungsfortschritt bei ausschließlicher Okklusionstherapie ins Stocken geraten ist.

Die Summary zu den Studienergebnissen aus dem Strabismus-Journal lesen Sie hier.


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